Die Evolution der Nahrungsergänzungsmittelindustrie

Mehr Auswahl, Mehr Verwirrung?


Als Profi Bodybuilder mit über einem Jahrzehnt Erfahrung in der Fitnesswelt habe ich der Nahrungsergänzungsmittelindustrie in den letzten Jahren sprichwörtlich beim wachsen zusehen können. Von einer "handvoll" Produkten zu einer endlosen Auswahl – die Veränderungen sind nicht zu übersehen. Doch mit dieser Expansion stellt sich die Frage: Hat sich die Vielfalt an Nahrungsergänzungsmitteln wirklich verbessert oder sind wir in einem Dschungel aus Versprechungen und Optionen verloren?


Die Anfänge: Wenige Produkte, klare Entscheidungen

Als ich meine Reise als Bodybuilder begann, war mein Angebot an Nahrungsergänzungsmitteln überschaubar. Ein paar Basics wie Proteinpulver, Kreatin und Multivitamine waren die Grundlage. Die Auswahl war begrenzt, aber auch die Entscheidungen waren klar. Mit der Zeit änderte sich das immer mehr und es wurden auch immer mehr Produkte. Viele davon haben einen Sinn, viele davon würden beim Preis-Leistungs-Verhältnis aber deutlich durchfallen. Wir haben viele Vorteile durch die Entwicklung dieser Industrie erhalten und profitieren täglich von besseren Produkten, allerdings ist 



Die Überflutung des Marktes: Hunderte Produkte, Tausende Zweifel

Heutzutage bieten verschiedene Shops eine überwältigende Anzahl von Produkten an. Von Pre-Workout Produkten über Fatburner bis hin zu exotischen Superfoods – die Auswahl ist riesig und so auch die Nachfrage. Als Konsument stehen wir vor der Herausforderung, die richtige Entscheidung zu treffen. Welches Produkt ist wirklich notwendig, und welches ist vielleicht doch nur Marketing?


Muss man Nieren, Leber und Schlaf zwangsläufig unterstützen?

Ein kritischer Punkt ist die Frage, ob wir wirklich jedes Organ und jede Funktion unseres Körpers mit Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen müssen. Kann eine gesunde Lebensweise und Ernährung nicht ausreichen? Bei Athleten, die leistungssteigernde Substanzen zu sich nehmen, werden verschiedene Organe deutlich mehr belastet, dadurch kann es auf jeden Fall Sinn machen, mit Naturprodukten wie Mariendistel-Extrakt oder auch Astragalus ins System einzugreifen und den Körper zu unterstützen. Allerdings sollte das auch immer mit einem Blutbild überprüft werden, da die Produkte definitiv nicht bei jedem Menschen funktionieren. Wir sind vielfälitg, deswegen sollte es auch die Produktauswahl sein.


Die Flut von Whey-Protein-Produkten: Brauchen wir wirklich so viele?

Ein weiteres Beispiel ist die schier endlose Auswahl an Whey-Protein-Produkten. Die Frage drängt sich auf: Braucht es wirklich so viele verschiedene Formen und Marken? Früher erreichten Bodybuilder außergewöhnliche Muskelmassen ohne eine riesige Palette an Proteinpulvern, die heute auf dem Markt ist. Kommt es im Amateurbereich wirklich darauf an, wie kurzzeitig eine Proteinquelle ist oder sollte man sich lieber auf das wesentliche konzentrieren und hart genug trainieren? Diese Frage lassen wir mal so im Raum stehen, allerdings kann ich sagen, dass ich auch mit einem Whey Protein Konzentrat bis zum Wettkampf bestmöglich auskomme.

Die Milliardenindustrie und das Influencer-Marketing

Die Nahrungsergänzungsmittelindustrie ist zu einem Milliardenmarkt geworden, und Influencer nutzen sie als mächtiges Marketing-Tool. Auch ich habe im Laufe der letzten 10 Jahre Produkte beworben, doch es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass nicht alle Produkte notwendig sind. Der Verbraucher sollte nicht in die Supplement-Falle geraten und unnötig Geld investieren, wenn er das dann an anderen Stellen, wie der Qualität der Nahrungsquellen einspart. Wer billiges Fleisch aus Mastbetrieben nutzt, sollte sich keine Gedanken um ein Multivitamin Produkt machen. Schnell landet man in einer Doppelmoral, bei der man mit Nahrungsergänzungsmitteln relativ leicht, etwas vermeintlich gutes für sich tun kann - um auf der anderen Seite umso mehr "schlecht" zu machen. 



Fazit: Investition in Qualität und Phasen

In der großen Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln ist es nicht leicht, die Orientierung zu behalten und ab und zu ist es wichtiger, das Geld in hochwertige Ernährung zu investieren als in die hundertste Kapsel. 
Die Grundlagen – eine ausgewogene Ernährung, regelmäßiges Training und ausreichend Ruhe – bleiben die Eckpfeiler eines erfolgreichen Trainings-Programms. 
In den folgenden Unterseiten werde ich auf die in meinen Augen wichtigsten Supplemente eingehen und erklären, wieso diese auch heute noch in meinem Alltag integriert sind.